Kann in der Schwangerschaft und Stillzeit geimpft werden?

Für viele werdende Mütter stellt sich irgendwann die gleiche Frage. Kann ich während der Schwangerschaft Impfungen durchführen lassen, bzw. besteht dabei eine Gefahr für mein Kind? Für Totimpfstoffe, wie z.B. gegen Influenza, Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hepatitis A und B, besteht während der Schwangerschaft grundsätzlich keine Gefahr.

Eine Impfung gegen Grippe wird Schwangeren von der Ständigen Impfkommission (STIKO) dringend empfohlen. Die Impfung gegen das Corona-Virus wird auch mit einem Totimpfstoff durchgeführt. Da aber noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, wird diese Impfung gegenwärtig nicht empfohlen. In Ausnahmefällen kann sie aber ab dem 2. Trimenon erfolgen.

Impfungen mit einem Lebendimpfstoff, wie z.B. gegen Röteln, Masern, Mumps (MMR) oder Varizellen, sind während der Schwangerschaft zu gefährlich. Bei Kinderwunsch sollte man frühzeitig den Impfschutz überprüfen lassen. Bei einer Auffrischung mit Lebendimpfstoff sollte erst nach einer Zeit von einem Monat eine Schwangerschaft in Betracht gezogen werden. Eine versehentliche Impfung während oder kurz vor der Schwangerschaft, stellt jedoch im Regelfall keine Gefahr für den Schwangerschaftsverlauf dar. Eine Absprache mit Ihrem betreuenden Facharzt ist jedoch stets empfehlenswert. Kommen Sie einfach auf uns zu – wir beraten Sie gerne.

Während der Stillzeit gilt auch Entwarnung. Sowohl die Stillende als auch der gestillte Säugling können alle von der STIKO empfohlenen Impfungen erhalten. Lediglich die Gelbfieber-Impfung sollte für den Stillzeitraum vermieden werden.

Vorbeugen ist daher besser als Behandeln! Lassen Sie sich zusammen mit Ihren Angehörigen gleich einen Impftermin bei uns geben!

(c) 2021 Dr. med. Adalbert Rösch
Frauenarzt Praxis Zwenkau